Bosch GKF 12V-8 Kantenfräse im Test

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Eine Fräse gehört wohl in jede gute Holzwerkstatt. Die Einsatzzwecke sind vielfältig: Kanten anfasen, Nuten einlassen, oder Falze fräsen. Ich wollte erst mal klein anfangen, und habe mich für die Bosch GKF 12V-8 Kantenfräse* aus dem 12V Akkusystem entschieden. Die Betonung sollte hier sicherlich auf „Kanten“ liegen, da diese kleine Fräse, wohlgemerkt, keine klassische leistungsstarke Oberfräse sein soll. Trotzdem habe ich sie schon manchmal hart ran genommen …

Technische Daten und Ausstattung

Kommen wir aber erst mal zu einigen technischen Daten:

  • Akkuspannung: 12 V
  • Leerlaufdrehzahl: 13.000 min-1
  • Kom­patible Spann­zange: 6 mm / 8 mm / 1/4″
  • Fräskorbhub: 36 mm
  • Gewicht exkl. Akku: 1,1 kg

Im Lieferumfang der Solo Version (also ohne Akku und Ladegerät) befindet sich lediglich eine 8 mm Spannzange und ein passender Gabelschlüssel zum Festziehen.

Alternativ gibt es die GKF 12V-8 auch in einer L-BOXX mit zwei 3.0 Ah Akkus und Ladegerät. Kostet dann aber auch entsprechend deutlich mehr, ist aber durchaus sinnvoll wenn man gerade erst in das 12V Akkusystem von Bosch einsteigt. Bosch bietet auch 4.0 Ah und 6.0 Ah Akkus an, diese sind allerdings deutlich klobiger. Für die handliche Kantenfräse würde ich auf jeden Fall die 2.0 Ah oder 3.0 Ah in Stabform bevorzugen.

In der Praxis

Die GKF ist sehr ergonomisch geformt und liegt deshalb perfekt in der Hand. Insbesondere bei ihrer Kernkompetenz, dem Bearbeiten von Kanten, glänzt die Fräse durch hervorragendes Handling. Die optimale Gewichtsverteilung und die breite Auflagefläche erlauben eine gut kontrollierte Führung.
Ich habe die Kantenfräse aber auch das eine oder andere Mal etwas härter ran genommen, wie etwa beim Bündigfräsen. Bei 18 mm Multiplex hat die Kleine aber schon ganz schön zu kämpfen. Bei der Aussparung im Unterschrank für die Tischkreissäge sind mal eben 2-3 Akkus leer gesaugt worden. Auch Nuten kann man durchaus mit der GKF fräsen, wenn man die Tiefe in mehreren Durchgängen anpasst. Man kann sie sogar in einem Mini Frästisch einsetzen.

Der Fräserwechsel erfolgt über einen Spindelarretierhebel an der Front und den mitgelieferten Gabelschlüssel. Ich nutze übrigens das 15-teilige Fräser Set von Bosch*. Dieses bietet ein solides Grundsortiment an Fräsern für den Einstieg, zu einem sehr interessanten Preis. Viel genutzte oder spezielle Fräser kann man dann immer noch einzeln nachkaufen.
Die Höhe lässt sich schnell mit einem Tastendruck verstellen, kann aber anschließend noch feinjustiert werden. Dann noch über die Feststellschraube fixieren und losfräsen.

Da die GKF von Haus aus nicht über eine Absaugung verfügt, können beim Fräsen schnell mal eine ganze Menge Späne anfallen. Etwas Abhilfe schafft hier eine Grundplatte mit Absaugung aus dem 3D Drucker. Auf Thingiverse findet man zudem weiteres sinnvolles Zubehör wie z.B. einen Adapter für die Führungsschiene.

Fazit

Die Bosch GKF 12V-8 ist eine durchaus gelungene Kantenfräse für leichte Arbeiten. In ihrer Kerndisziplin, dem Kanten bearbeiten, kann sie wirklich glänzen. Sie ist handlich, bietet aber genügend Leistungsreserven, um z.B. auch mal eine kleine Nut zu fräsen. Die GKF sollte sicherlich nicht die erste Fräse sein, welche man sich anschafft, aber als Zweit- oder Dritt-Fräse ist sie auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

  • 6.5/10
    Ausstattung - 6.5/10
  • 9/10
    Handhabung - 9/10
  • 8.5/10
    Verarbeitung - 8.5/10
  • 8/10
    Preis / Leistung - 8/10
8/10

Zusammenfassung

Handliche Kantenfräse welche als Zweit- oder Dritt-Fräse in keiner Werkstatt fehlen sollte.

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