Personalisiertes Schneidebrett selbst bauen

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Da ich schon immer mal ein Projekt mit Massivholz angehen wollte, entschied ich mich dazu personalisierte Schneidebretter für die ganze Familie zu bauen. Im Prinzip ist das ein recht einfaches Projekt, wobei man aber auf einiges achten sollte, damit man auch lange Freude an seinen Brettern haben wird.

Erstmal musste ich überhaupt an Massivholz ran kommen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte, wenn man nur 3-4 Bretter benötigt. Außerdem wollte ich mindestens zwei verschiedene Holzarten einsetzen, um einen kleinen Kontrast zu erzeugen. Baumarkt fällt da schon mal raus. Der lokale Holzhandel hat hier leider auch nur recht wenig zu bieten. Letztendlich bin ich dann doch wieder im Internet fündig geworden. Unter designholz.com habe ich zwei Eichenbretter sowie ein wunderschönes dunkles Nussbaumholz bestellt.

Holz vorbereiten und verleimen

Wer mit Massivholz arbeitet, kommt an einem Hobel kaum vorbei. Gut wenn man jemanden kennt, der einen vernünftigen Hobel besitzt und einem die Bretter abrichten und auf eine einheitliche Dicke hobeln kann. Das erleichtert einem die nachfolgenden Arbeiten doch ungemein.

Nachdem ich jeweils eine Seite der Bretter mit Führungsschiene und Tauchsäge begradigt hatte, habe ich an der Tischkreissäge 30 mm breite Leisten zu gesägt, welche ich anschließend auf ca. 35 cm Länge kürzte. Als Endmaß der Schneidebretter hatte ich Größe A4, also ca. 30 x 21 cm, geplant. Beim Zusammensetzen des Bretts sollte man etwas auf die Jahresringe achten. Ideal sind stehende Jahresringe, ansonsten sollte man die Jahresringe der Leisten „gegenläufig“ ausrichten. Verleimt habe ich die Bretter mit wasserfestem Holzleim von Ponal*, alternativ ist Titebond III* auch eine gute Wahl.

Zum Verleimen verwende ich die günstigen Korpuszwingen von Stier*. Diese Art von Zwingen eignen sich sehr gut zu diesem Zweck, da man den Druck gleichmäßig verteilen und man ordentlich Spannkraft aufbringen kann. Gute Alternativen sind die Korpuszwingen von Sauter* und Bessey* (teuer).

Nach dem Abbinden des Leims habe ich die Leimreste mithilfe einer Abziehklinge* entfernt und kleinere Unebenheiten geglättet. An manchen Stellen wäre ein Handhobel sicherlich effizienter gewesen, oder ein minimaler Durchgang durch den Dickenhobel (den ich ja leider nicht besitze), aber beim anschließenden Schleifen habe ich eine schöne ebene Fläche hinbekommen.

Die Kanten habe ich an der Tischfräse abgerundet und alle Bretter bis 240er Körnung hoch geschliffen. Zwischendurch wurde das Holz mit einem nassen Lappen befeuchtet, damit die Fasern sich aufstellen. So erhält man nochmal ein deutlich besseres Ergebnis beim Schleifen.

Personalisieren und Finish

Zum Personalisieren der Schneidebretter kam mein Snapmaker 3-in-1 Gerät* mit dem neuen 10W Laser Modul zum Einsatz. Für die Namen und das Makerhome Logo auf der Rückseite, habe ich den Dot-filled Modus mit der maximalen Auflösung von 0,05 mm gewählt und habe damit ein perfektes Ergebnis erzielt. Selbst kleinste Details des Logos (ca. 30 x 30 mm) sind zu erkennen.

Nach dem Lasern musste ich nur noch mal kurz über die entsprechenden Stellen schleifen, ehe im letzten Schritt die Schneidebretter versiegelt wurden. Ich habe das Pflege-Öl von Heliacare* verwendet, welches speziell für Schneidebretter hergestellt wird. Es lässt sich leicht verarbeiten, ist lebensmittelecht, geruchs- und geschmacksneutral. Außerdem werden Keime reduziert und Fleischsäfte können nicht einziehen.

Fazit

Ich und auch die Familie sind vom Resultat echt begeistert. Bei meinem ersten Versuch habe ich mich absichtlich für ein recht schlichtes Design entschieden, aber dank personalisiertem Schriftzug sehen die Schneidebretter echt edel aus. Es ist definitiv ein schönes Einsteigerprojekt, wenn man das erste Mal mit edlem Massivholz arbeitet.

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