Das richtige Werkzeug für den Räderwechsel

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Ich wechsle schon lange selbst, zwei mal im Jahr, die Räder an unseren Autos. Deshalb weiß ich es mittlerweile zu schätzen mit gutem Werkzeug zu arbeiten. In den letzten Jahren habe ich meine Werkstatt kontinuierlich aufgerüstet und möchte euch hier kurz aufzeigen welches Werkzeug ich derzeit für den Räderwechsel nutze.

Wagenheber

Das wichtigste ist sicherlich erst mal ein vernünftiger Wagenheber. Diese mickrigen Scherenwagenheber, welche meist im Auto als Pannenhilfe mitgeliefert werden, kann man getrost vergessen. Das Hochdrehen dauert ewig und so wirklich vertrauenswürdig sind die Dinger auch nicht. Wesentlich besser ist da schon ein hydraulischer Rangierwagenheber, z.B. aus dem Baumarkt. Ideal ist ein Modell mit Schnellhubfunktion und Fußpedal. Dies erleichtert das Anheben des Fahrzeugs und spart wertvolle Zeit. Wer etwas mehr Platz zur Verfügung hat, sollte sich gleich eins der größeren Modelle zulegen. Mit über 30 kg lassen diese sich zwar nicht so einfach herumtragen, bieten dafür aber einen sehr sicheren Stand. Ich nutze einen Rodcraft RH216, welcher eine üppige Hubhöhe (75-500 mm), eine Hubkapazität von 2,5T und einen großen gummierten Hubteller bietet.

Für Autos, welche über den Falz des Schwellers angehoben werden, kann ich noch eine geschlitzte Gummiauflage* empfehlen.

Schlagschrauber und Steckschlüssel

Ein Kreuzschlüssel zum Lösen der Radschrauben tut es gewiss auch, aber so ein Schlagschrauber ist doch eine echte Arbeitserleichterung. Ich habe diese Anschaffung eigentlich viel zu lange aufgeschoben, möchte meinen Makita DTW300 aber nun nicht mehr missen. Mit maximal 330 Nm Drehmoment und einem Lösedrehmoment von 580 Nm ist man so sehr vernünftig für den Einsatz im KFZ Bereich ausgerüstet. Denn neben Radschrauben, kann man diesen auch für vielfältige andere Arbeiten am Auto, wie z.B. Bremsenservice, nutzen.

Um die Felgen vor Beschädigungen zu schützen, nutze ich die Schlagnüsse von Hazet*. Diese verfügen über eine drehbare, robuste Kunststoffhülse und schonen so den Lack beim Lösen bzw. Festziehen der Schrauben. 

Drehmomentschlüssel

Wo der Schlagschrauber noch eher als “Nice-to-have” Werkzeug zur Arbeitserleichterung angesehen werden kann, ist der Drehmomentschlüssel, meiner Meinung nach, unverzichtbar. Radschrauben sollten immer nach Angaben im Handbuch des Fahrzeugs, angezogen werden. Das erleichtert nicht nur das Lösen der Schrauben beim nächsten Räderwechsel, sondern dient vor allem der Sicherheit.

Ich verwende einen Drehmomentschlüssel von KS Tools* mit einem Anwendungsbereich von 40-200 Nm. Dieser eignet sich sowohl für meinen kleinen Audi S1, als auch für unsere Mercedes V-Klasse.

Verschiedenes

Mit Wagenheber, Schlagschrauber, Steckschlüssel und Drehmomentschlüssel ist man eigentlich schon komplett mit dem Nötigsten für den Räderwechsel ausgerüstet. Nachfolgend aber noch einige weitere nützliche Utensilien welche ich zur Pflege und Arbeitserleichterung einsetze :

  • Radnaben-Schleifer* – Ein absoluter Luxus, aber zum Reinigen der Radnabe einfach perfekt
  • Keramikpaste* – Verhindert das Festsitzen der Felge an der Radnabe
  • Drahtbürste* – Zum Säubern der Gewinde der Radschrauben
  • Akku-Kompressor* – Beim Räderwechsel immer den Luftdruck kontrollieren und anpassen!

Fazit

Man benötigt im Prinzip nur 3 Werkzeuge um den Räderwechsel schnell und effektiv durchzuführen: einen vernünftigen Wagenheber, einen Schlagschrauber mit passender Nuss, sowie einen Drehmomentschlüssel. So ausgerüstet kann man sein Auto in weniger als 30 Minuten zwischen Winter- und Sommerräder umrüsten. Für rund 500 Euro erhält man Werkzeug, welches die Arbeit am Auto für viele Jahre erleichtern wird. Wie heißt es so schön, wer billig kauft, kauft zwei mal.

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